Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




[Bd. 1, Sp. 18]Abarim, ein Gebirgszug östlich vom todten Meere. Er beginnt am nördlichen Ende desselben, Jericho gegenüber, und zieht sich bogenförmig zuerst südöstlich, dann südlich und südwestlich bis in die arabische Wüste hinab. Als ein solcher Gebirgszug, nicht als einzelner Berg, erscheint Abarim schon im Pentateuch (Num. 27, 12; 33, 47. Deut. 32, 49). Der nordöstliche Theil dieses Gebirges, Jericho gegenüber, hieß auch Pasga (Pisga), und der Gipfel desselben Nebo, wahrscheinlich der jetzige Dschebel Attarus, welcher daher ebensowohl als Gipfel des Abarim (Deut. 32, 49) wie als Gipfel des Pasga (Deut. 34, 1) bezeichnet werden konnte. Von diesem Gipfel des Pasga (also dem Nebo) aus sprach Balaam wider Willen seine Segnungen statt der von Balak gewünschten Flüche über das israelitische Volk (Num. 23, 14–24); einige Zeit später überschaute Moses von dort aus das Land der Verheißung, das ihm zu betreten nicht mehr vergönnt war, und starb dann ebendort (Deut. 32, 49 ff.; 34, 1 ff.).

[Welte.]


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