Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




[Bd. 1, Sp. 29]Abdon und Sennen, Martyrer unter Decius. Nach ihren sehr alten Martyreracten waren sie vornehme Perser und wurden, weil sie die Leiber von Martyrern begruben, in Ketten nach Rom abgeführt. Dort litten sie nach anderen Martern den Tod durch das Schwert am 30. Juli 250. Im Cömeterium S. Pontiani erhielten sie nach einiger Zeit, vielleicht unter Kaiser Constantin, ihre Ruhestätte. Ihrer Beisetzung daselbst geschieht bereits im Jahre 354 Erwähnung. Ein in der genannten Katakombe noch erhaltenes Wandgemälde, das aber nicht vor dem 7. Jahrhunderte entstanden ist, zeigt die beiden Martyrer zwischen zwei andern Heiligen in orientalischer Tracht und über ihnen das Brustbild Christi, der mit dem griechischen Nimbus umgeben und die Arme ausbreitend, ihnen Kronen auf’s Haupt setzt. Frühzeitig ward ihnen auch eine Basilika geweiht, welche Papst Hadrian I. gegen Ende des 8. Jahrhunderts restauriren ließ. Der größere Theil ihrer Reliquien befindet sich noch in Rom, ein anderer kam in das Benedictinerkloster zu Arles-sur-Perche, einer Stadt im Departement der Pyrenäen, Diöcese Perpignan, deren Patrone die beiden Martyrer sind. Die Kirche feiert ihr Andenken an ihrem Todestage (Boll. Julii VII. 130–141). Hier findet sich (p. 130) eine Abbildung und kurze Beschreibung des genannten Frescogemäldes. Bartolini, Actes du martyre de S. Agnès et des Abd. et Senn., aus dem Italienischen von Martene, Par. 1864; Champeau, Vie des bb. martyrs Abd. et Senn. Perpignan 1848; Tolrade Bordas, Histoire du martyre des SS. Abd. et Senn., Perpignan 1869.


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