Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.


Abiu (אֲבִיהוּא), der zweite unter den vier Söhnen Aarons und der Elisabeth, der Tochter des Aminadab und Schwester des Nahason, Fürsten von Juda (Ex. 6, 23. 1 Par. 6, 3). Abiu wurde mit seinem ältern Bruder Nadab gewürdigt, mit ihrem Vater Aaron und den 70 Ältesten {94} nach der Einweihung und Bekräftigung des Bundes auf Sinai den Moses auf den Gipfel des Berges zu begleiten und dort Gott in einer sinnbildlichen Erscheinung zu schauen und an dem heiligen Opfer- und Bundesmahle theilzunehmen (Ex. 24, 1. 9). Bald darnach wurden Beide mit ihren jüngeren Brüdern Eleazar und Ithamar nebst ihrem Vater Aaron zum Priesterthum von Gott bestimmt (Ex. 28, 1), aber schon während der Tage ihrer Weihe von Gott im Heiligthum durch Feuer, welches vom Altare ausging, mit plötzlichem Tode bestraft, weil sie in Leichtsinn und, wie es scheint, in Trunkenheit gemeines statt heiliges Feuer zur Räucherung in ihre Rauchfässer genommen hatten (Lev. 10, 1 ff.). Sie hinterließen keine Kinder, und das Hohepriesterthum und ging nach Aarons Tod auf Eleazar über (Num. 3, 2 ff.; 26, 60. 1 Par. 6, 3; 24, 1 f.).

[Holzammer.]


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