Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




Femoralia oder feminalia, ein Kleidungsstück zur Bedeckung der Schenkel, war im A. T. den Priestern beim Altardienste vorgeschrieben (Ex. 28, 42 f.). Hieronymus beschreibt es (Ep. 64 ad Fabiol. ed. Vall. I, 360) also: lineis feminalibus, quae usque ad genua et poplites veniunt, verenda celantur et superior pars sub umbilico vehementer adstringitur (vgl. Alcuin. De div. off. bei Marriott 115; Ivo Carn. De eccl. sacr. et off., ib. 125). Die Benedictinerregel schreibt es (c. 55) als Reisekleid vor, das der Vestiarius den Mönchen vor der Reise liefert und nach der Rückkehr gewaschen wieder in Empfang nimmt. Auch andere Mönchsregeln erwähnen es. Daß es auch von Frauen getragen wurde, geht aus Gloss. lat. cod. Regul. 4120 (bei Ducange s. v.) hervor: femoralia proprie braccae mulierum, quis tegunt femora mulierum.

[Kraus in R.-E.]


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