Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




Generalien (generalia mandata) heißen vorzüglich in Süddeutschland die von den Behörden innerhalb ihres Wirkungskreises erlassenen Verfügungen allgemeiner Natur. Die Generalien der bischöflichen Ordinariate sind, da dem Kirchenrecht der Unterschied von Gesetz und Verordnung in der vom Staatsrecht festgehaltenen und entwickelten Schärfe fremd ist, Kirchengesetze, soweit überhaupt ihr Inhalt dem Rechtsgebiete angehört. Sammlungen solcher Generalien existiren für München-Freising, 3 Bde., 1847 f.; für Passau von Rottmayr, 1852, fortgesetzt von Geßl, 1864. Sachlich fallen damit die unter anderm Titel in anderen Diöcesen erschienenen Sammlungen bischöflicher Verordnungen zusammen: so die für Bamberg, 1856; für Regensburg von Lipf, 1853; für Rottenburg von Vogt, N. A. 1876; für Köln von Podesta, 1851, von Dumont, 1874; für Trier 888–1802 von Blattau u. d. T. Statuta synodalia, ordinationes et mandata, 6 voll., 1844–1847.

[R. v. Scherer.]


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