Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




Quarantana, Quarantania, Quarantena, bei den Arabern Dschebel Kuruntel, ist der im Mittelalter aufgekommene Name für einen sehr wüsten und steinigen Gebirgsrücken in der Nähe von Jericho, auf welchem der Heiland vor der Versuchung sein vierzigtägiges Fasten gehalten haben soll. Schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche zog die Stelle viele Anachoreten an, so dass sich daselbst zahllose Höhlen finden, welche zum Aufenthalt von Menschen eingerichtet waren und zum Theil noch jetzt Einsiedler beherbergen. Alii exemplo Domini specialiter ducti, desertum illud desiderabile, in quo Dominus noster post baptismum quadraginta diebus solitarius jejunavit, quod Quarantena appellatur, ut vitam ducerent eremiticam, praeeligentes, in modicis cellulis Domino devotissime militabant. Jac. De Vitriaco, Hist. Hierosol. c. 52, in Gesta Dei per Francos I, Hanov. 1611, 1075. (Vgl. Doubdan, Le voyage de la Terre Sainte, 3e éd., Paris 1666, 311.)

[Kaulen.]


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