Das ist ein Artikel aus Wetzer und Welte’s Kirchenlexikon.




Tripolis ist der griechische, auch in der heiligen Schrift (2. Mach. 14,1) vorkommende Name für eine phönicische Stadt, deren einheimische Benennung unbekannt geblieben ist. Sie führte diesen Namen (Dreistadt) deßwegen, weil sie von den drei phönicischen Orten Sidon, Thyrus und Aradus gemeinschaftlich gegründet und bevölkert worden war. Sie lag in dem Gebiete der Gen. 10, 17. 1. Par. 1, 15 genannten Aracäer und besaß einen vortrefflichen Hafen, dem sie ihre Bedeutung verdankte; nach der Zerstörung von Thyrus (s. d. Art.) durch Alexander d. Gr. erlangte sie eine hohe Blüte. Als Demetrius Soter (s. d. Art.) der Sohn des syrischen Königs Seleucus, dem jungen Sohne des Antiochus Syrien zu entreißen suchte, machte der Tripolis, wo er mit wenigen Begleitern gelandet war (1 Mach. 7, 1), zum Ausgangspunkte seine Unternehmung (2 Mach. 14, 1). Die Stadt bestand, nachdem sie im 6. Jahrhundert n. Chr. ihre Bedeutung verloren hatte, noch bis zum Jahre 1289, in welchen sie von Sultan Almansur zerstört wurde.

[Kaulen.]


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